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Noch ein Highlight: Rio de Janeiro
18.11.2007 Unsere Reiseführer heißen Ralf und Arthur. Mit dem Bus geht es zur Talstation der Seilbahn, die uns auf den Zuckerhut bringt. Ein p
aar tief hängende Wolken geben noch nicht den Blick auf den berühmten spitzen Berg frei. Doch als wir mit der Seilbahn oben sind, haben sich die Wolken verzogen und man hat einen grandiosen Blick über die Bucht bis hin zum Copacabana-Strand. Lediglich der Corcovado mit der Christusstatue liegt noch im Nebel. Wir bekommen einen Baum zu Gesicht, den wohl noch keiner je gesehen hat: es ist ein Jackfruchtbaum mit relativ großen Früchten.
In der Kabine der Seilbahn geht es wieder hinunter auf Meeresniveau. Wir machen eine kleine Stadtrundfahrt und halten zunächst bei dem berühmten Sambadrom an. Hier findet die alljährliche Karnevalsparade statt. Auf den Tribünen finden über 100.000 Zuschauer Platz. Wer es will, kann sich vor einer alten Stretchlimousine im Kostüm fotografieren lassen. Wir nehmen jedoch davon Abstand, amüsieren uns aber über einige Damen, die eigentlich solche engen und freizügigen Kostüme nicht tragen sollten.
Bei einer sehr modern gestalteten Kathedrale hält der Bus erneut. Der Baustil reißt einem nicht vom Hocker – aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Mittags sind wir wieder im Hotel.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang über die Copacabana und beobachten den B
adebetrieb und die recht stürmische Brandung. So sehr viel Betrieb ist jetzt im Frühsommer noch nicht.
Sigrun kauft für Ole und Hauke Fußballtrikots in den Farben der brasilianischen Nationalmannschaft. Das wird den Beiden sicher gefallen. In einem kleinen Imbiss gönnen wir uns eine Erfrischung und verbringen des Rest des Nachmittags mit Piken auf der Dachterrasse unseres Hotels.
Das Abendessen wird in einem brasilianischen Restaurant eingenommen. Es liegt unweit vom Strand und bietet ein großes Buffet mit frischgebratenem Fisch oder Fleisch. Bezahlt wird das Essen nach Gewicht. Die Preise sind hier höher als in Peru oder Bolivien, aber immer noch günstiger als bei uns zu Hause. Die Währung heißt Real (Mz: Reails, Abk.: R$).
Zurück zum Hotel bummeln wir durch die lange Avenida de Copacabana, eine Parallelstraße zur Strandpromenade. Auch hier gibt es viele Restaurants, aber auch Obdachlose, die auf dem Fußweg schlafen. Wir lassen den Abend auf der Dachterrasse bei 23 Grad C. ausklingen.
19
.11.2007 Um 06.30 Uhr stehen wir auf. Nach gutem Frühstück fährt uns der Bus zur Talstation der Zahnradbahn, die uns auf den Corcovado bringt. Heute ist der Himmel wieder wolkenlos und es erwarten uns traumhafte Ausblicke. Mit der ersten Bahn geht es steil bergan auf über 700 m Höhe. Nur noch wenige Stufen und wir befinden uns zu Füßen der mächtigen Christusstatue, die fast 40 m hoch ist. Der Blick von hier oben ist einmalig schön. Wir können die gesamte Bucht von Rio, die vorgelagerten Inseln, die 14 km lange Brücke nach Niterói und natürlich den malerisch gelegenen Zuckerhut sehen. Das sind wirklich Postkartenmotive! Man m
ag sich gar nicht wieder von dem Standort lösen, aber irgendwann müssen wir doch wieder hinunter.
Vor der Bahnstation befindet sich ein Verkaufsstand des hiesigen Hardrockcafés und so nutzt Sigrun die Gelegenheit, für Nico ein T-Shirt als Souvenir zu kaufen. Der Bus fährt nun durch einen langen Tunnel zu den einzelnen Stränden der Stadt. Neben der Copacabana ist auch der Strand von Ipanema sehr berühmt. Ralf zeigt uns den Punkt, wo sich Drachenflieger in die Tiefe stürzen können, aber zur Zeit ist keiner unterwegs.
Um 12.00 Uhr sind wir wieder zurück. Wir gehen noch einmal zum nahen Strand und nehmen einen Imbiss in einem kleinen Restaurant zu uns. Uns fällt auf, dass hier sehr viele ältere deutsche Männer mit blutjungen Brasilianerinnen anzutreffen sind. Hier ist anscheinend der Ort für derartige Kuppeleien.
Nachmittags nehmen wir das Angebot in Anspruch, einen Ausflug nach Niterói zu machen. Zuerst jedoch führt uns Arthur zu einer uralte
n Straßenbahn, um uns in einen höhergelegenen Stadtteil zu bringen. Leider müssen wir sehr lange auf die Bahn warten. Dafür macht die Fahrt aber sehr viel Spaß. Interessant ist zu beobachten, dass viele Leute draußen auf dem Trittbrett stehen und so kostenlos mitgenommen werden.
Als wir wieder zurück sind, ist es bereits 16.00 Uhr. Mit einem Kleinbus fahren wir über die lange Brücke nach Niterói. Dieser Ort hat nichts Außergewöhnliches zu bieten. Er dient im wesentlichen als Wohnstadt für die Leute, die in Rio arbeiten. Wir wollen eigentlich ein Museum besuchen, kommen aber dort nicht aufs Gelände, weil gerade eine „Daily soap“ gedreht wird und dadurch alles abgesperrt ist. Arthur ist ein bisschen frustriert, weil es erst mit der Straßenbahn und nun mit dem Museum nicht so geklappt hat. Aber er kann ja nichts dafür. Der Blick auf das andere Ufer nach Rio ist sehr schön, nur leider herrscht Gegenlicht, so dass die Fotos wohl nicht so gut gelingen werden.
Mit einer großen Fähre gelangen wir dann wieder ans andere Ufer der Bucht. Arthur zeigt u
ns ein altes Gebäude, in dem früher die Kaiser Peter I. und Peter II gewohnt haben. Wir wandeln durch die Altstadt und besichtigen noch kurz ein altes Caféhaus, das im Wiener Stil errichtet worden ist. Mit der U-Bahn und einem kurzen Fußmarsch geht es schließlich zurück ins Hotel, das wir gegen 19.00 Uhr erreichen.
Zu Abend wird in einer Churrascaria gegessen. Das ist typisch brasilianisch! Man zahlt für das Essen einen Pauschalpreis (hier: 27 Reais = 7 €), nimmt sich so viel man will vom kalten Buffet und lässt sich stetig alle Sorten Fleisch und Fisch kommen. Dabei erscheinen die Kellner mit einem großen Spieß und schneiden nach Wunsch Entsprechendes ab und legen es dir auf den Teller. Da kann man wirklich essen, bis man platzt! Wilfried und Sigrun essen Fleisch, Jürgen Fisch und Julia Hühnchen. Aber irgendwann geht nichts mehr und es soll ja auch noch schmecken. Wilfried meint, dass er morgen Abend mit einer Suppe vorlieb nehmen wird. Na, warten wir es ab.
Auf der Dachterrasse genießen wir den Abend bei einer Sangria.
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