Anreise

Ankunft in Lima

05.11.2007Flagge von Peru
Nachdem es mit der Südamerikareise im letzten Jahr nicht geklappt hat, freuen wir uns nun um so mehr auf dieses Abenteuer. Was wird uns wohl erwarten? Wie kommen wir mit der Höhenlage zurecht? Wie setzt sich die Reisegruppe zusammen? Ist es wirklich so gefährlich auf den Straßen? Solche Fragen beschäftigen uns im Vorfeld der Reise – aber beginnen wir mal der Reihe nach:

Die Reise wird bei DERTOUR gebucht, nachdem TUI das Angebot nicht mehr im Katalog hat. Rechtzeitig haben wir die nötigen Impfungen über uns ergehen lassen. Insbesondere ist die Gelbfieberimpfung Voraussetzung für eine Einreise nach Argentinien (später werden wir feststellen, dass eine solche Kontrolle gar nicht vorgenommen wird).

Der Reisetag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück bei den Reimerschen. Dabei kippt Jürgen sein Sektglas um. Alle sind sich einig, dass das nur Glück für unsere Reise bedeuten kann. Pünktlich um 12.00 Uhr kommt Connys Taxi, um uns zum Flughafen nach Hamburg zu bringen. Der Fahrer ist der Schlagzeuger der Pop-Gruppe Fun Sun. Leider kommt er mit keinem Großraumtaxi, so dass das Verstauen des Gepäcks nur mit Mühe gelingt. Wir erreichen Hamburg-Fuhlsbüttel frühzeitig und da die Maschine nach Frankfurt mit halbstündiger Verspätung startet, ist der Aufenthalt auf dem Flughafen recht lang. Da der Flug nach Südamerika durch die spanische Fluggesellschaft iberia ab Madrid durchgeführt wird, müssen wir heute in Frankfurt übernachten, um dann morgen den Flieger für den Überseeflug pünktlich zu erreichen.

Der Flug nach Frankfurt dauert nur eine ¾ Stunde. Da haben es die Stewardessen eilig, um rechtzeitig vor dem Beginn des Sinkfluges die Getränke zu reichen.

In Frankfurt erfahren wir, dass sich die Eincheck-Schalter der iberia in Terminal 2 befindet. Also fahren wir mit einem Bus von T1 zu T2, um dann dort unser umfangreiches Gepäck einzuchecken. Wir erfahren aber leider, dass ein Einchecken nicht vor 20.00 Uhr möglich ist. Demzufolge deponieren wir unsere Koffer bei der Gepäckaufbewahrung und beschließen zunächst ins Hotel zu fahren.

Wir erkundigen uns beim Infostand, wo denn die Shuttlebusse zu den Hotels abfahren. Ein freundlich junger Mann ruft sogar im Hotel an, um näheres zu erfahren.

Wir fahren mit dem Skiline-train wieder zurück zum T1 und werden dort wenig später von einem Shuttlebus ins Hotel gefahren. Das Hotel macht gar nicht so einen schönen Eindruck wie erwartet und außerdem ist unsere Reservierung nicht auffindbar. Schließlich stellt sich heraus, dass wir in einem falschen Hotel gelandet sind. Uns werden die Fahrtkosten für den Shuttlebus (10 €) berechnet. Die Taxifahrt ins richtige Hotel (sehr viel schöneres 4-Sterne-Haus – „NH-Hotel“ -) kostet noch einmal 9 €.

Wir gehen ins Restaurant und nehmen ein Abendessen zu uns (super!). Da die Zeit nun schon fortgeschritten ist, fällt der geplante Ausflug in die Altstadt von Frankfurt aus. Gegen 20.00 Uhr nehmen wir den Hotel-Shuttle zum Flughafen. Die nette Dame am Schalter der iberia gibt sich richtig Mühe und bucht uns schöne Sitzplätze für den Überseeflug. Endlich sind wir unser Gepäck los und werden es erst in Lima wieder in Empfang nehmen.

Der Flughafen ist riesig groß und so verlaufen wir uns etwas bei der Suche nach dem Shuttlebus. Sigrun hat die beste Orientierung und so sind wir dann schnell wieder im Hotel. Wir lassen den Abend bei einem Bier in der Bar ausklingen.

06.11.2007
Heute heißt es zeitig aufzustehen. Bereits um 05.15 Uhr meldet sich der Wecker. Das Frühstück ist einsame Klasse. Leider haben wir nicht so viel Zeit, um alle Köstlichkeiten zu probieren. Obwohl Wilfried eigentlich ein friedliebender Mensch ist, so hat er es doch geschafft, den Fön im Badezimmer außer Betrieb zu setzen und den Tresor zu schließen, so dass der nächste Gast wohl seine Schwierigkeiten haben wird ihn zu benutzen.

Das Flugzeug nach Madrid startet pünktlich. Iberia bietet auf Kurzflügen keinen kostenlosen Getränkeservice an. So gar das Wasser muss man bezahlen. Anlass zum Schmunzeln haben wir, als beim Start die Sicherheitshinweise für die Landung, hingegen bei der Landung die Hinweise für den Start auf Deutsch gebracht werden.

Gegen 10.45 Uhr landen wir in Madrid auf einem riesigen Flughafen, noch viel größer als der in Frankfurt. Die Überführung mit der U-Bahn zum Terminal für Überseeflüge dauert fast eine ¼-Stunde. Bis zum Abflug um 13.00 Uhr haben wir reichlich Zeit, die wir in einer Bar mit einem Getränk überbrücken.

Der Flug mit einem Airbus A 340 nach Lima dauert 11 ½ Stunden. Da ist Sitzfleisch gefragt. Der Service an Bord stellt sich als etwas chaotisch heraus. Letztlich gehen alle Fluggäste selbst in die Bordküche, um sich mit (kostenlosen) Getränken zu versorgen. Gegen 19.00 Uhr Ortzeit setzt die Maschine auf. Die Zeitverschiebung beträgt 6 Stunden. Also ist es in Deutschland jetzt 01.00 Uhr am Morgen des 07.11.2007. Nach Erledigung der vielen Einreiseformalitäten sind wir erst um 21.00 Uhr im Hotel José Antonio, das in dem schönen Stadtteil Miraflores gelegen ist.

Die Zimmer sind sehr geräumig und ruhig.
Wir wollen Geld umtauschen. Die Währung heißt hier Sol (Nuevo Sol) mit der Abkürzung S/.. Für einen EURO erhält man etwa 4 S/.. Der Umtausch wird offensichtlich privat von Hotelangestellten vorgenommen. Einen Abrechnungsbeleg gibt es nicht.

Jürgen hat keinen Handyempfang und nimmt daher das kostenlose Internetangebot des Hotels in Anspruch, um per e-mail eine gute Ankunft nach zu Hause zu melden.

Als wir endlich um 22.30 Uhr müde ins Bett fallen, sind wir tatsächlich insgesamt rund 23 Stunden auf den Beinen gewesen.

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