Main und Mittelrhein 17.09.2004 von Karlstadt
nach Miltenberg 118 km Ich schlafe bis um 7.30 Uhr durch. Das Frühstück wird in der 200 m entfernten Gaststätte eingenommen. Um 8.30 w
ird das Fahrrad wieder bestückt und dann kann es losgehen. Es ist etwas neblig heute früh. Es ist ein
tolles Bild, wie der Nebel über dem Main hängt. Der erste Stopp erfolgt in Gemünden, das auch das Tor zu Spessart und Rhön genannt wird. Hier münden die Saale ind die Sinn in den Main
. Ich fette die Kette noch etwas nach, da sich quietschende Geräusche bemerkbar machen.Das Radweg laut Karte liegt am anderen Ufer. ich werde aber laut
Wegweisung am rechten Mainunfer längsgeleitet. Der Weg ist neu angelegt und lässt sich gut befahren. Er geht bis
Lohr
, wo ich zunächst einen Supermarkt anfahre, um mich mit der üblichen Tagesration an Getränken und Müsliriegeln einzudecken. In Lohr
bin ich 1990 schon einmal gewesen, als die Radtour mit meinem Sohn Mirko und dessen Freund Holger uns in die hiesige Jugendherberge führte (s. Beschreibung dieser Tour).
Es erfolgt wiederum ein Uferwechsel. In Erlach kann man rechts- ode
r linksmainisch radeln. Ich entscheide mich für die linke Variante und werde dadurch mit einem tollen Blick auf das gegenüberliegende Rothenfels mit gleichnamiger Burg belohnt. In der Karte wird der Radweg als unbefestigt ausgewiesen. Tatsächlich finde ich jedoch einen neuen geteerten
Radweg vor, auf dem man bei leichtem Rückenwind schnell vorankommt.Kurz vor
Marktheidenfeld mache ich eine kleine Trinkpause und ziehe die lange Hose aus, da es auch heute wieder sehr warm
geworden ist. Ich fahre in die Stadt hinein: auch ein schöner Ort, jedoch nicht schöner als andere. Von dem Kloster Triefenstein auf
der anderen Seite des Flusses wird ein Foto geschossen, ebenso von dem Schloss Homburg
, was hoch über dem Main thront.
Jetzt folgt ein landschaftlich sehr schöner Abschnitt. Der Main macht hier eine Schleife von mehr als 180% und das auf engstem Raum. Wirklich sehr reizvo
ll. Wenig später erreiche ich Wertheim
, wo ich eine Mittagspause einlege. An
einem Brunnen unterhalb der Burgruine nehme ich meine Müsli-Riegel zu mir. Ein älteres Ehepaar setzt sich zu mir und kommt mit mir ins Gespräch. Der Mann erzählt mir, dass wir uns hier in
Baden-Württemberg befinden. Die andere Seite des Mains ist, wie er sagt, Ausland (gemeint ist Bayern).Um 14.30 Uhr breche ich wieder auf. Ich überfahre die Tauber, die hier in den Main
mündet. Die Radwegweiser zeigen an, dass hier der Radweg “Liebliches Taubertal” beginnt. Ich bleibe aber am Main und wechsle bei Bestenheid das Mainufer, in dem ich mein Rad
über einen schmalen Steg einer Eisbahnbrücke schiebe. Vor mir fährt ein junger Mann mit einem Mountainbike. Er lässt sich von mir offenbar nicht gern überholen und
gibt ordentlich Gas. Ich lass ihn ziehen, denn eine Wettfahrt habe ich nicht eingeplant. Der Weg folgt direkt den Schlangenlinien des Maines. Bei der kleinen Ortschaft Dorfprozelten nehme ich auf einer Ba
nk Platz und versuche telefonisch ein Zimmer in
Miltenberg zu reservieren. Das klappt diesmal erst
beim 4. Versuch, offensichtlich ist der Ort gut besucht. Bei Freudenberg fahre ich über die Mainbrücke, wechsle das Bundesland nach Bayern und weitere 8 km entfernt
erreiche ich Miltenberg
, die auserwählte Stadt für die Übernachtung. Das Hotel Hopfengarten
ist schnell gefunden. Es ist sehr komfortabel bei einem Zimmerpreis von nur 37 EURO.Der Gang durch die Altstadt lohnt sich angesichts der schönen Bürgerhäuser und Kirchen.
Da es noch nicht spät ist, gehe ich die Treppen hinauf zur Mildenburg und habe von hier einen weiten Blick über die Stadt und den Main. Das Ab
endessen nehme ich in der Traditionsgaststätte “Zum Riesen” ein. Die
Bierbrauerpfanne und 2 halbe Faust-Bier schmecken mir ausgezeichnet. Das Faust-Bier gibt es nur hier. Es soll nach der Beschreibung in der Karte so gut sein, dass es nicht weitergegeben wird. Naja, wer´s glaubt......
Die Gaststätte feiert morgen ein großes Jubiläum, doch bereits heute ist es brechend voll.Bei warmem Wetter wandere ich anschließend noch einmal durch die schöne Altstadt.
Ich schaue dann im Zimmer ein bisschen Fernsehen und schlafe um 22.00 Uhr ein. Wetterbericht morgens neblich und frisch nachmittags hochsommerlich warm bis 23 Grad und keine Wolken |